Der Soldatenfriedhof Chodossowitschi

Grablageort-Suchhinweise

zur Lokalisierung oberirdisch nicht mehr erkennbarer deutscher
Soldatenfriedhöfe und Feldgrablagen in der Republik Belarus


Einleitende Bemerkungen

Während des Il. Weltkrieges und als dessen Folge dürften auf dem Territorium der Republik Belarus mindestens 350.000 bis 400.000 Angehörige der ehemaligen deutschen Wehrrnacht zu Tode gekommen sein.

Auf Grund der WGO-Meldefristen ist davon auszugehen, daß ab 01.01.1944 die Todes- bzw. Grablageeortmeldungen die ehemalige Wehrmachtsauskunftsstelle (WASt) nur noch in Ausnahmefällen erreichten; das Kartenmatexial der WASt gilt durch die Kriegswirren als in den USA (?) verschollen.

Zeitzeugen in Belarus und in Deutschland sind weitgehend verstorben.

Ziel der Grablageort-Suchhinweise ist, alle der Lokalisierung der oberirdisch seit etwa Sommer 1944 nicht mehr erkennbaren Feldgräber, Soldatenfriedhöfe und Sammelgräber dienende Hinweise zusammenzufassen.

Die hier gewählte Bezeichnung der Grablageorte entsprechend grundsätzlich der "Deutsche Heereskarte" von 1941/ 43. Allerdings sind unterschiedliche Schreibweisen möglich.

Zusätze, wie beispielsweise "Bol." = Groß, "Mal." = Klein, "Nowo" = Neu oder "Stary" = Alt wurden dem Ortsnamen nachgestellt.

Die in der Tabelle ausgewiesenen Zahlen sind mit Ausnahme des Ende 1999 wiederhergestellten Soldatenfriedhofes CHODOSSOWITSCHI (Rayon Rogachev, Oblast Gomel) nur unter Vorbehalt.

Verwendete Quellen:

Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin

Militärarchiv Freiburg

DRK Suchdienst München

verschiedene Museen und Archive

Zeitzeugen in der Republik Belarus

sowie Kameradenhilfswerke und Hinterbliebene in Deutschland

Kennzeichnungen:

Bestäligungen nach WASt-Gräberkartei = *

rote Fettschrift = Rayon Rogachev

Grablageort mit MAP-SKEETCH kartographiert = #

DRK bis 1957 = +1

DRK März 2001 = +2

DRK November 2001 = +3

Rayon = R

Oblast = O

Lokalisierung = L

Die Unterteilung in Phasen

Phase I. = Angriffskrieg des nationalsozialistischen Systems
Phase II. = Winter, Partisanen,
Phase III. = geordneter Rückzug,
Phase IV. = Vernichtung der Heeresgruppe Mitte,
Phase V. = Kriegsgefangenenlager ab 1943;

Die am 28.06.2000 überlassene VDK-Aufstellung mit 83 Grablageorten (150 bis 12.000 Bestattete) und 77.475 Gefallenen blieb unberücksichtigt.

Zum Schutz der Totenruhe sind zumindest bis zur Ratifizierung des Kriegsgräberabkommens durch das Belorussische Parlament Weitergabe oder Nutzung der Suchhinweise sowie der Grablageort-Skizzen nur mit schriftlicher Zustimmung des Erarbeiters und der Hinweisgeber erlaubt.

Berichtigungen/Ergänzungen erbeten an:

Franz Masser
Polizeipräsident a.D.
Lokstedter Damm 25 A
D - 22453 Hamburg

oder per Mail: Franz Masser


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