Der Soldatenfriedhof Chodossowitschi

Zuschriften

Sehr geehrter Herr Masser,

durch Ihr dankenswertes Engagement in Bezug auf die Wiederherstellung des Soldatenfriedhofes Chodossowitschi in Weißrussland wissen wir nun, wo der Bruder meiner Großmutter bestattet ist. Bislang war uns nur bekannt, dass er am 09.12.1943 in der Nähe von Schlobin gefallen ist, aufgrund der Suche im Internet haben wir nun herausgefunden, dass er auf dem Soldatenfriedhof in Chodossowitschi im Grab EG 169 bestattet ist (auf dem Belegungsplan ist er fälschlicherweise als Martin Zirngibel, richtig Martin Zirngibl bezeichnet, Geburts- und Todesdatum sind richtig angegeben).

Ich möche Ihnen nochmals herzlich, auch im Namen unserer Familie, danken.

Mit freundlichen Grüßen

Ludwig R.

 

 

Guten Tag Herr Masser,

ich bin durch Zufall auf das Interview über den Soldatenfriedhof gestoßen. Ich habe im April in Rogachev geheiratet und habe mit meiner Frau und einem Bekannten den Friedhof besucht. Das war nicht ganz einfach, aber ein alter Mann hat uns dann die Richtung gezeigt und gemeint, dort hinten im Wald schlafen die Deutschen- Die Sandpiste bis zum Friedhof hat mich stark an die Pisten auf unseren Truppenübungsplätzen erinnert, wie von schweren Fahrzeugen zerpflügt. Nach einiger Zeit haben wir dann die Gräber gefunden und ich war von der sehr gepflegten Anlage übenascht und beeindruckt. Es hat fast so ausgesehen, als ob die Gräber frisch angelegt wurden. Ich habe als Reservist 27 Jahre lang für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt aber es ist ein großer Unterschied zu sammeln oder die Gräber der Kameraden wirklich zu sehen. Viele der Männer waren im gleichen Alter wie mein Sohn jetzt (er sammelt schon mit mir seit er 7 ist, jetzt ist er selber Soldat). Ich hätte mir gewünscht, er hätte auch die Gräber gesehen. Wir waren alle sehr beeindruckt und wurden sehr nachdenklich. Über 1000 km von Zuhause entfernt, hatten diese Männer keine Chance ihr Leben zu leben, eine Familie zu haben und vielleicht Enkelkinder. Man hat mir erzählt, dass Kinder in den Wäldern gelegentlich noch Munition finden und sicherlich wären noch viele sterbliche Überreste deutscher Soldaten in der Umgebung der Stadt zu finden. Dieser Soldatenfriedhof ist der friedlichste Platz den ich je gesehen habe, dort können die Männer ruhig schlafen. Mein Onkel ist in der Ukraine am Dnjepr gefallen, ich hoffe auch er wird eines Tages in einem solchen Friedhof beigesetzt. Danke für Ihre großartige Arbeit.

Mit freundlichen Grüßen Klaus B.


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© Franz Masser